08.10.2026 · Signal Titans Editorial
Capcom stellt Projekt REX zur Modernisierung der RE Engine mit Tools für maschinelles Lernen vor
Capcom entwickelt REX, eine Suite von KI-Tools zur Optimierung interner Workflows und der Performance der hauseigenen RE Engine.

Capcom hat auf der „Capcom Open Conference RE: 2026“ Pläne angekündigt, die hauseigene RE Engine für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz weiterzuentwickeln. Satoshi Ishida stellte dort das Projekt „REX“ vor – eine Initiative aus sechs einzelnen Programmen, mit denen Technologien für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen direkt in die zentrale Entwicklungspipeline des Publishers integriert werden sollen.
Fokus auf Backend-Infrastruktur und Entwickler-Tools
Die REX-Initiative konzentriert sich auf die technische Leistung und Verbesserungen der Arbeitsabläufe, anstatt visuelle Grafik-Assets oder Charaktermodelle zu generieren. Wie Berichte von Gamebiz via IGN darlegen, gehört zu der Suite unter anderem Re:Dox, das unterschiedliche Datentypen unter einheitlichen Regeln standardisiert, um eine schnellere Verarbeitung zu ermöglichen. Ein weiteres Programm, RE:UI, bietet KI-gestützte Optimierungen für die internen Entwicklungsschnittstellen der Engine.
Um die laufende Spieleentwicklung zu straffen, führt Capcom zudem RE: Runtime ein. Diese Software führt Echtzeitanimationen für große Gruppen von Objekten und Charakteren gleichzeitig aus, anstatt sie einzeln zu verarbeiten. Das Tool RE: Flows soll wiederum das Design von Spielmechaniken vereinfachen, indem es Ideen für das Gameplay in eine standardisierte Programmiersprache übersetzt.
Umgang mit der Komplexität moderner Spieleentwicklungen
Als Hauptgrund für die Überarbeitung der Engine nannte Capcom die wachsende technische Komplexität moderner Videospiele. Der Aufwand für das Datenmanagement sei erheblich gestiegen, was routinemäßige Anpassungen in großen Teams zeitaufwendig mache. Da derzeit mehr als 2.000 Entwickler unterschiedlicher Nationalitäten die RE Engine nutzen, erklärte Capcom, dass standardisierte Systeme notwendig seien, um die Werkzeuge universell verständlich zu machen.
Der Schwerpunkt auf der Effizienz der Entwicklungspipeline deckt sich mit Capcoms bisheriger öffentlicher Haltung zum Thema künstliche Intelligenz. Das Unternehmen stellte zuvor klar, dass es keine KI-generierten Assets in fertige Spiele integrieren werde, sondern den Einsatz von maschinellem Lernen auf die interne Produktivität und die Workflow-Optimierung beschränkt.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.
Quelle: Capcom announces plans to transform its RE Engine into an 'AI-generation game engine'