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03.10.2026 · Signal Titans Editorial

Umfrage unter britischen Führungskräften enthüllt Übertreibungen bei KI-Kenntnissen

Laut Emergn übertreiben 23 % der britischen Führungskräfte ihre KI-Kenntnisse aus Karriereangst und Mangel an Schulungen.

Eine minimalistische redaktionelle Illustration einer polierten Chrommaske auf einem Holzschreibtisch, die die Fassade von KI-Kenntnissen unter Unternehmensführern symbolisiert.

Eine Studie des Dienstleisters für digitale Transformation Emergn zeigt, dass fast jede vierte britische Führungskraft das eigene Verständnis von künstlicher Intelligenz übertreiben könnte. Den Untersuchungsergebnissen zufolge gaben 23 % der befragten Führungskräfte in Großbritannien zu oder ließen durchblicken, dass sie bezüglich ihres tatsächlichen KI-Fachwissens bluffen. Dies verdeutlicht eine erhebliche Kluft zwischen der Wahrnehmung der Führungsebene und den tatsächlichen technischen Kenntnissen in den Unternehmensspitzen.

Karriereangst verstärkt die Wissenslücke

Die Bereitschaft von Führungskräften in Unternehmen, ihre mangelnde Vertrautheit mit KI zu verbergen, beruht zu einem großen Teil auf Druck am Arbeitsplatz und Unsicherheiten bezüglich der eigenen Laufbahn. Emergn berichtet, dass 38 % der leitenden Angestellten befürchten, dass sich ihre beruflichen Aussichten verschlechtern, wenn sie ihre KI-Fähigkeiten in den nächsten 12 Monaten nicht erheblich ausbauen. Zudem gaben 22 % der Befragten an, dass das schnelle Tempo des KI-Fortschritts bei ihnen Angst oder Schlaflosigkeit verursacht, während ein ebenso hoher Anteil sich durch die Auswirkungen der Technologie auf die direkten Aufgabenbereiche überfordert fühlt.

KI-Skills zählen mehr als formale Qualifikationen

Trotz der weit verbreiteten persönlichen Unsicherheit gegenüber der Technologie hat der Druck von oben die Kriterien für Einstellungen und interne Bewertungen verändert. Die Umfragedaten belegen, dass 43 % der Führungskräfte praktische KI-Kenntnisse bei der Beurteilung von Personal und potenziellen Neueinstellungen mittlerweile höher bewerten als traditionelle formale Qualifikationen.

Allerdings haben es die Unternehmensstrukturen versäumt, adäquate Weiterbildungsmöglichkeiten bereitzustellen, um diese zugrundeliegenden Probleme anzugehen. Nur 43 % der befragten Führungskräfte erhielten in den vergangenen 12 Monaten fundierte KI-Schulungen. Emergn merkte an, dass die allgemeine organisatorische Verantwortung für die Weiterbildung von Führungskräften in vielen Unternehmen unklar bleibt, obwohl Führungsteams vor immer größeren Anforderungen stehen, komplexe KI-Implementierungen zu leiten.

Neuausrichtung der Weiterbildung am Arbeitsplatz

In einem Kommentar zu den Ergebnissen betonte Alex Adamopoulos, CEO von Emergn, dass es Führungskräften schwerfällt, Wissenslücken einzugestehen, wenn von ihnen erwartet wird, ihren Organisationen technische Orientierung zu geben. Adamopoulos plädierte dafür, dass Unternehmen menschenzentrierte Schulungen anbieten müssen, die auf die Lösung alltäglicher geschäftlicher Probleme ausgerichtet sind. Er riet sowohl Führungskräften als auch Mitarbeitern dazu, Qualifikationsdefizite offen anzusprechen und sich gleichzeitig an die sich rasch verändernden Jobanforderungen anzupassen.

KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: Your boss might be bluffing about how much AI knowledge they really have