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29.09.2026 · Signal Titans Editorial

Rainbow Six Tactics richtet Ubisofts Formel auf präzise rundenbasierte Strategie aus

Rainbow Six Tactics überträgt Erkenntnisse aus Mario + Rabbids auf ein klareres, messbares Taktiksystem für Ubisofts bekannte Shooter-Reihe.

Ein stilisiertes Schachpferd mit taktischen Spieldetails steht auf einem geometrischen Spielbrett und symbolisiert Rainbow Six Tactics’ Wechsel zu präziser rundenbasierter Strategie.

Rainbow Six Tactics führt Ubisofts langjährige Shooter-Reihe in das Genre der rundenbasierten Strategie. Game Director Martial Potron beschreibt die Entwicklung als Umstellung auf taktische Systeme, deren Regeln und Folgen deutlicher und vorhersehbarer ausfallen. Das kommende Spin-off soll 2027 für PC, PlayStation 5, Xbox Series X und Xbox Series S erscheinen. Im Mittelpunkt steht damit nicht nur ein anderer Ablauf der Gefechte, sondern auch ein verändertes Verständnis davon, wie taktische Entscheidungen entworfen und vermittelt werden.

Erkenntnisse aus Mario + Rabbids

Das Team griff auf Ubisofts Erfahrung mit Mario + Rabbids zurück. Besonders wichtig waren Leveldesigner, die zuvor an dieser rundenbasierten Serie gearbeitet hatten. Nach Potrons Einschätzung half diese Erfahrung dabei, besser zu verstehen, wie sich taktische Bewegung, Positionierung und Entscheidungen beim Aufbau von Levels erfassen und bewerten lassen. Diese Kenntnisse flossen in die Gestaltung der Begegnungen von Rainbow Six Tactics ein.

Ein anderes Rainbow Six

Statt die für Rainbow Six typische Ego-Perspektive beizubehalten, entschied sich das Entwicklerteam für rundenbasierte Taktik. Der Grund: Die grundlegende Identität der Reihe wurde bereits als taktisch verstanden. Rainbow Six Tactics übernimmt daher aus Sicht des Teams den taktischen Kern des Franchises, verändert aber die Art, wie Spieler mit ihm umgehen. Planung, Positionierung und die bewusste Wahl einzelner Aktionen rücken stärker in den Vordergrund.

Von filmischer Wirkung zu festen Regeln

Potron stellte diesen Ansatz seiner Arbeit an Ghost Recon gegenüber. Bei einem solchen Spiel können Gegnerverhalten und Trefferwirkung angepasst werden, um ein stärker filmisches Erlebnis zu erzeugen. Rainbow Six Tactics verlangt dagegen eine klarere Verbindung zwischen Handlung und Konsequenz. Das System soll dadurch eher wie Schach lesbar sein: Positionen und Entscheidungen müssen verständlicher ausfallen, damit Spieler die taktische Lage besser einschätzen können.

Eine weitreichende Umstellung

Der Wechsel betrifft deshalb nicht nur das Genre des Spiels, sondern auch die bisherigen Arbeitsweisen des Teams. Potron musste nach eigener Aussage Gewohnheiten aus 15 Jahren Entwicklungsarbeit neu bewerten. Eine überzeugende Actionsequenz zu inszenieren, folgt anderen Prinzipien als der Aufbau einer taktischen Begegnung, die von präzisen und nachvollziehbaren Regeln bestimmt wird. Für das Team bedeutet Rainbow Six Tactics damit eine grundlegende Veränderung des Entwicklungsdenkens.

KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: Rainbow Six Tactics game director says Ubisoft moved away from the 'smoke and mirrors' experience and Mario + Rabbids helped it understand 'the metrics of tactics'