05.10.2026 · Signal Titans Editorial
Logitech G bringt Mikrofon Yeti 2 mit lokaler Rauschunterdrückung und automatischen Audio-Anpassungen auf den Markt
Das 159,99 US-Dollar teure Yeti 2 bietet KI-Rauschunterdrückung, abstandsbasierte Audio-Anpassungen und ein 1,3-Zoll-Display für Content-Creator.

Logitech G hat am 28. September 2026 das Yeti 2 auf den Markt gebracht und aktualisiert damit das langjährige Streaming-Mikrofon mit lokal verarbeiteter Rauschunterdrückung, Abstandssensorik und einem integrierten Farbdisplay. Mit einem Preis von 159,99 US-Dollar, 139,99 Britischen Pfund oder 249,95 Australischen Dollar wird es als All-in-One-Lösung für Streamer und andere Content-Creator positioniert.
Audioverarbeitung erfolgt direkt auf dem Mikrofon
Das Yeti 2 verfügt über eine anpassbare, KI-gestützte Rauschunterdrückung, die Hintergrundgeräusche unterdrücken soll, ohne dass eine Begleitsoftware auf einem Computer erforderlich ist. Die direkte Verarbeitung dieser Funktion auf dem Mikrofon könnte die Einrichtung für Creator vereinfachen, die keine separate Audio-Kette auf dem Desktop konfigurieren möchten.
Zudem überwacht ein Abstandssensor die Position und den Abstand des Nutzers zum Mikrofon. Laut Logitech G kann das System in Echtzeit reagieren, indem es die Richtcharakteristik, den Equalizer und den Gain anpasst. Das Unternehmen betont dabei, dass es sich bei dem Sensor nicht um eine Kamera handelt.
Ein Display liefert direktes Feedback
Ein 1,3 Zoll großes Farbdisplay zeigt Einstellungen wie Gain und Richtcharakteristik an. Alternativ kann es animierte Maskottchen darstellen, deren Gesichtsausdruck darauf reagiert, wenn der Nutzer zu laut oder zu leise spricht. Voreingestellte Charaktere sind enthalten, und Nutzer können auch eigene Bilder hochladen, um individuelle Display-Grafiken zu erstellen.
Die Hardware behält die pillenförmige Bauform des ursprünglichen Yeti bei, setzt jedoch auf eine neu gestaltete Drei-Kapsel-Matrix. Das erste Yeti erschien 2009 unter der Marke Blue Microphones; Logitech übernahm die Marke und gliederte sie 2023 in Logitech G ein. Das ursprüngliche Modell wird weiterhin produziert.
Automatisierung als zentrales Leistungsversprechen
Die folgenreichste Änderung ist der Versuch, ein traditionell passives Peripheriegerät in ein Gerät zu verwandeln, das routinemäßige Audio-Entscheidungen selbstständig trifft. Automatische Anpassungen von Gain, EQ und Richtcharakteristik könnten besonders für Einsteiger im Streaming-Bereich relevant sein, denen die Erfahrung bei der Einstellung von Mikrofonparametern fehlt oder deren Abstand zum Mikrofon sich während einer Übertragung verändert.
Der Quellbericht beschreibt diese automatischen Anpassungen zwar auf dem Papier als vielversprechend, liefert jedoch keine Testergebnisse, die deren Genauigkeit oder Audioqualität belegen. Zudem werden keine Angaben zu den Anschlussmöglichkeiten, der Plattformkompatibilität oder der Frage gemacht, ob alle Anpassungsfunktionen ohne Desktop-Software funktionieren – die berichtete softwarefreie Nutzung bezieht sich also speziell auf die lokale Rauschunterdrückung.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.