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06.10.2026 · Signal Titans Editorial

KI-Führungskräfte verschieben den Fokus von unmittelbar bevorstehender AGI auf rekursive Selbstverbesserung

Eine PC-Gamer-Auswertung zeigt, wie KI-Führungskräfte verfehlte oder umstrittene AGI-Meilensteine durch neue Prognosen, Warnungen und Begriffe ersetzen.

Ein mechanischer Arm bewegt eine transparente Zielmarkierung entlang einer Strecke, während Kalenderblätter und abstrakte Sprechblasen hinter einer beobachtenden Person zurückbleiben.

Führende Vertreter der KI-Branche nennen weiterhin stark unterschiedliche Zeitpläne und Definitionen für künstliche allgemeine Intelligenz. Gleichzeitig schafft ein neuer Begriff wie „rekursive Selbstverbesserung“ ein weiteres Ziel, dessen Erreichen nur schwer messbar ist. Eine laufende Auswertung von PC Gamer vom 26. September 2026 zeigt, wie Prognosen von Führungskräften und Forschenden wiederholt zwischen der Behauptung, AGI existiere bereits, und einer erwarteten Ankunft in mehreren Jahren schwankten.

AGI bleibt ein bewegliches Ziel

Die jüngste von PC Gamer aufgegriffene Aussage stammt von Nvidia-Chef Jensen Huang. Er erklärte im September 2026, AGI sei mit OpenAIs GPT-6 Astra erreicht worden. Das Modell soll Berichten zufolge mit mehr als 100.000 Nvidia-Grace-Blackwell-NVLink72-Systemen trainiert worden sein. Die Quelle nennt jedoch weder einen Benchmark noch eine einheitliche Definition, anhand derer sich feststellen ließe, dass das Modell eine allgemein akzeptierte AGI-Schwelle erreicht.

Diese Einschätzung steht einer Aussage gegenüber, die im August 2026 OpenAI-Chef Sam Altman zugeschrieben wurde. Demnach sagte er, OpenAI sei noch nicht am Ziel, rechne aber bis zum Jahresende mit einem internen System, das er als AGI bezeichnen würde. Auch frühere Prognosen gingen weit auseinander: Elon Musk hielt einen AGI-Durchbruch bei xAI bereits 2026 für möglich, während Google-DeepMind-Chef Demis Hassabis im Januar 2025 noch von drei bis fünf Jahren ausging.

Definitionen bestimmen die Fristen

Ein Teil des Widerspruchs ist auf unterschiedliche Definitionen zurückzuführen. Die Beispiele von PC Gamer reichen von einer Überlegenheit gegenüber Menschen über das Bestehen einer festgelegten Testsammlung bis hin zu breiter Unterstützung bei kognitiven Aufgaben. Ohne eine gemeinsame Schwelle kann eine Führungskraft AGI als erreicht darstellen, während eine andere darin weiterhin ein internes Entwicklungsziel sieht.

Auch der Zeitplan wurde wiederholt angepasst. Altman erwartete AGI im November 2024 für das Jahr 2025, während Musk im April 2024 von ein bis zwei Jahren sprach. Huang prognostizierte im März 2024 gesondert, eine testbasierte Variante könne innerhalb von fünf Jahren erreicht werden.

Ein neuer Begriff rückt in den Mittelpunkt

PC Gamer zufolge gewann der Ausdruck „rekursive Selbstverbesserung“ im Juni 2026 an Bedeutung. Anthropic beschrieb damit eine mögliche Phase, in der KI-Systeme ihre Nachfolger selbstständig entwerfen und entwickeln. Zugleich stellte das Unternehmen ausdrücklich fest, dass diese Fähigkeit noch nicht erreicht sei und ihr Eintreten nicht feststehe.

Der Begriff beeinflusst bereits Debatten über Governance. Im Juli 2026 forderten 1.386 Beschäftigte aus Unternehmen an der technologischen KI-Spitze die US-Regierung auf, eine internationale Initiative für Werkzeuge zu unterstützen, mit denen sich die automatisierte KI-Entwicklung bewusst verlangsamen ließe. Der Vorschlag zeigt die Sorge über ein hohes Entwicklungstempo. Die Quelle belegt jedoch weder, dass rekursive Selbstverbesserung bereits verfügbar ist, noch dass sie unmittelbar bevorsteht.

KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: A running tally of the most ridiculous things AI bigwigs have said so far