08.10.2026 · Signal Titans Editorial
Jagex zieht RuneScape-Trailer nach Einsatz von generativer KI durch externen Partner zurück
Jagex zog einen RuneScape-Trailer mit KI-Fehlern zurück und kündigte strengere Partnerkontrollen an.

Der Spieleentwickler Jagex hat einen Werbetrailer für ein anstehendes Quest-Update in RuneScape zurückgezogen, nachdem Zuschauern deutliche KI-Fehler aufgefallen waren – darunter eine Spielfigur mit sechs Fingern. Der Trailer feierte seine Premiere während einer Keynote auf der jährlichen RuneFest-Veranstaltung in Birmingham, bevor er nach öffentlichen Reaktionen entfernt wurde.
Externer Partner verstößt gegen Anti-KI-Richtlinie
Alec „Mod Sween“ Sween, Vertreter von Jagex, erklärte auf dem Subreddit 2007scape, dass der Trailer zum Update „Dragon Slayer 2“ in RS3 von einem vertrauenswürdigen externen Partner in Auftrag gegeben worden war. Die Agentur hatte Jagex ausdrücklich zugesichert, bei der Erstellung des Videos keine Werkzeuge für generative KI einzusetzen. Dennoch wiesen unkorrigierte visuelle Fehler – wie etwa ein zusätzlicher Finger oder turnschuhähnliche Sohlen an gepanzertem Schuhwerk – eindeutig auf die Verwendung synthetischer Bildgenerierung hin.
Wiederholte Dienstleister-Fehler führen zu Richtlinienprüfung
Dies ist bereits das zweite Mal in kurzer Folge, dass Jagex mit nicht genehmigten KI-Inhalten externer Partner konfrontiert ist; zuvor gab es bereits Vorfälle bei einer Merchandising-Kooperation mit 100 Thieves. Sween bekräftigte erneut die strenge Haltung von Jagex gegen den Einsatz generativer KI für Spiele, Grafiken oder Werbemedien und bestätigte, dass das Studio Partnern die Nutzung synthetischer Generierungswerkzeuge im Auftrag des Unternehmens untersagt.
Interne Kontrolle und Zusammenarbeit mit der Community
Jagex räumte ein, dass die internen Prüfteams die visuellen Fehler bereits vor der Veranstaltung hätten erkennen müssen, und übernahm die Verantwortung dafür, dass die Mängel vor der Ausstrahlung unentdeckt blieben. Der Entwickler überarbeitet nun seine Kontrollverfahren für externe Dienstleister, um künftige Vorfälle zu verhindern. Zudem plant das Studio, Ersteller aus der eigenen Community mit der Produktion neuer kreativer Inhalte für das Update „Dragon Slayer 2“ zu beauftragen.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.