08.10.2026 · Signal Titans Editorial
Cori Clinical sichert sich 4 Mio. US-Dollar Seed-Kapital für KI-gestützte Studienplanung
Die KI-Plattform Cori Clinical sammelt 4 Mio. US-Dollar Seed-Kapital unter Führung von Breega, um regulatorische Daten zu bündeln und Studien zu beschleunigen.

Cori Clinical hat in einer Seed-Finanzierungsrunde unter der Führung der Venture-Capital-Gesellschaft Breega 4 Millionen US-Dollar eingeworben. An der Runde beteiligten sich zudem Enzo, Heartfelt, Together Ventures und Bynd. Das von Chief Executive Officer Jorn Jansen Schoonhoven und Chief Technology Officer Patricio Fernández gegründete Startup nutzt künstliche Intelligenz, um fragmentierte Arbeitsabläufe zu strukturieren und Verzögerungen bei der Planung klinischer Studien zu reduzieren.
Bündelung regulatorischer Daten in einer dynamischen Blaupause
Die Planung klinischer Studien zwingt Forschungsteams derzeit dazu, Informationen aus isolierten internen Archiven sowie unterschiedlichen regulatorischen Leitlinien zusammenzusuchen. Die Arbeitsumgebung von Cori Clinical führt historische Studiendaten aus dem eigenen Unternehmen mit externen Erkenntnissen aus Studienregistern und öffentlichen Gesundheitsbehörden zusammen. Dazu zählen unter anderem die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA), die britische Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) sowie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA).
Die Software unterstützt Teams dabei, eine erste Studienübersicht in ein vollständiges Prüfprotokoll, ein Paket für behördliche Einreichungen und einen Ausführungsplan zu überführen. Anstatt einzelne Dokumentationsschritte separat zu behandeln, erstellt das System eine dynamische Blaupause, die Studienentscheidungen direkt mit Ausführungsplänen, Budgets und Projektzeitplänen verknüpft.
Interne Prognosen und erste Einsatzbereiche
Auf Basis interner Modellierungen – basierend auf historischen Änderungsraten, Zeitplänen für die Patienteneinbindung und durchschnittlichen Ausgaben bei der Vorbereitung – schätzt Cori Clinical, dass das System die Kosten für den Studienaufbau um mindestens 33 Prozent senken kann. In internen Evaluationen anhand von Benchmark-Vergleichen mit Korrekturen abgeschlossener Studien identifizierte der KI-Reviewer des Unternehmens 82 Prozent der Protokollfehler, die als vermeidbar eingestuft wurden.
Das Startup arbeitet derzeit mit zwei der fünf weltweit größten Auftragsforschungsinstitute zusammen. Zudem wird die Plattform am Erasmus MC eingesetzt, einem akademischen medizinischen Zentrum und Universitätsklinikum in Rotterdam. Dort unterstützte die Software bereits zwei klinische Studien in den Bereichen Neurochirurgie und Neuroonkologie.
Teamerweiterung und strategische Roadmap
Um den klinischen Betrieb zu stärken, hat Cori Clinical Dr. Emma Ogburn als Chief Clinical Officer gewonnen. Sie bringt direkte Erfahrung in der Steuerung von Anlaufphasen klinischer Studien mit.
Das Unternehmen plant, das frische Kapital zu nutzen, um die Kapazitäten für die Bereitstellung auszubauen, neue Fachkräfte einzustellen und die regulatorischen sowie klinischen Datensätze auf der Plattform zu vertiefen. Die Mittel sollen zudem dazu dienen, kommerzielle Partnerschaften mit Anbietern klinischer Auftragsforschung und Pharmaunternehmen zu erweitern.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.
Quelle: Cori Clinical secures $4M seed to improve clinical trial design and cut delays