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02.10.2026 · Signal Titans Editorial

NVIDIA veröffentlicht Open-Source C++-Beispiele DIN Deploy für lokale KI-Inferenz

NVIDIAs DIN Deploy bietet Open-Source-C++-Beispiele auf Basis von ONNX Runtime und TensorRT RTX für lokale KI-Anwendungen unter Windows und Linux.

Redaktionelle Illustration eines metallischen Zahnrads, das sich nahtlos in ein leuchtendes Kristallprisma vor einem dunklen Hintergrund einfügt.

NVIDIA hat Do Inference Now (DIN) Deploy vorgestellt, ein Open-Source-Repository mit C++-Beispielen, die Entwickler bei der Erstellung hardwarebeschleunigter lokaler KI-Anwendungen unter Windows und Linux unterstützen. Das Repository kombiniert ONNX Runtime mit dem Execution Provider NVIDIA TensorRT RTX. Dadurch können native Anwendungen beschleunigte Modellinferenz ausführen und über Standard-APIs von ONNX Runtime oder WinML 2.0 auf den zugrundeliegenden Execution Provider zugreifen.

Entkopplung von Export und nativer Laufzeitlogik

DIN Deploy trennt die Modellkonvertierung vom Anwendungscode: Ein Python-Skript lädt Modell-Checkpoints von Hugging Face herunter und exportiert sie in ONNX-Artefakte. Die Anwendungsseite nutzt eine native C++-Befehlszeilenschnittstelle, die direkt auf den Session- und Tensor-APIs von ONNX Runtime aufbaut. Anbieterspezifische Ergänzungen wie CUDA-APIs oder benutzerdefinierte Kernel sind in optionalen Ausführungspfaden isoliert, wodurch die Kernlogik der Anwendung sauber und plattformübergreifend portabel bleibt.

Um die Datenlokalität ohne direkte Aufrufe von Hersteller-APIs zu verwalten, verwenden die Beispiele die Copy-Tensor-API von ONNX Runtime. Für Aufgaben mit spezieller visueller Verarbeitung, wie das FLUX.2-Beispiel, nutzt das Repository die Grafik-Interop-Funktionen von ONNX Runtime 1.25 zusammen mit Vulkan- und DirectX-Shadern, um auf der GPU liegende Ressourcen nativ zu verarbeiten.

Unterstützte Workloads und Modell-Pipelines

Die Beispielsammlung deckt verschiedene praktische Workloads aus den Bereichen Computer Vision, Sprache und generative KI ab. Im Bereich der automatischen Spracherkennung gehört OpenAI Whisper für die Offline-Audio-Transkription dazu, ebenso wie NVIDIA Parakeet TDT und NVIDIA Nemotron ASR Streaming für Echtzeit-Audio-Pipelines.

Für Computer Vision bietet das Beispiel Meta SAM 2.1 interaktive Bild- und Videosegmentierung, um Masken für die Objektverfolgung und -auswahl zu generieren. Für die Bilderzeugung demonstriert das Beispiel FLUX.2-klein-4B die Text-zu-Bild-Generierung. Es zeigt, wie mit dem NVIDIA Model Optimizer quantisierte Modelle als direkter Ersatz dienen können, da sie dieselbe ONNX-Schnittstelle beibehalten und keine Anpassungen am Anwendungscode erfordern.

Build-Umgebung und Plattform-Einschränkungen

DIN Deploy enthält CMake-Presets, die so konfiguriert sind, dass sie Abhängigkeiten von ONNX Runtime und TensorRT RTX während des Kompilierungsvorgangs automatisch beziehen. Zu den unterstützten Zielarchitekturen gehören x86-64 und Arm64 unter Linux- und Windows-Umgebungen.

Einige Funktionen bleiben durch die jeweiligen Plattformfähigkeiten eingeschränkt. Während die Vulkan-Grafik-Interoperabilität plattformübergreifend funktioniert, ist die DirectX-Integration auf Windows-Systeme beschränkt. Obwohl Quantisierungstechniken von der jeweiligen Zielhardware abhängen, bleibt der strukturelle ONNX-Ausführungsaufbau über verschiedene Bereitstellungen hinweg konsistent.

KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: Build Local AI Apps with C++ and NVIDIA TensorRT RTX Samples