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04.10.2026 · Signal Titans Editorial

Microsoft veröffentlicht WSL Containers für Windows mit VM-Architektur auf Benutzerebene

Microsoft hat WSL Containers allgemein verfügbar gemacht und bietet eine CLI, eine API sowie Architekturänderungen für Linux-Container unter Windows.

Ein moderner metallischer Sperrmechanismus umhüllt die leuchtende Silhouette eines Linux-Pinguins auf dunkelblauem Hintergrund.

Microsoft hat WSL Containers offiziell aus der Public Preview in die allgemeine Verfügbarkeit überführt. Die Veröffentlichung ist über ein Update des Windows-Subsystems für Linux per Befehlszeile zugänglich und wird mit dem CLI-Tool wslc.exe sowie der nativen WSL Containers API ausgeliefert. Das Release trägt auf GitHub die Versionsnummer WSL 3.0.1, obwohl Microsoft zuvor klargestellt hatte, dass es nicht als WSL 3 eingestuft wird.

Kommandozeile und API-Funktionen

WSL Containers stellt Entwicklern das Werkzeug wslc.exe zur Verfügung (auch über das Alias container.exe erreichbar), um Linux-Container direkt unter Windows zu erstellen, auszuführen und zu verwalten. Für den programmatischen Zugriff hat Microsoft das NuGet-Paket Microsoft.WSL.Containers veröffentlicht, das Projektionen für C# und C++/WinRT bietet. Die Schnittstelle unterstützt Standard-E/A-Streams, Ordner-Einbindungen, Netzwerkverbindungen und GPU-Zugriffe.

Die Integration erstreckt sich auf Entwicklerwerkzeuge wie VS Code Dev Containers, VS Code Containers und .NET Aspire, die so konfiguriert werden können, dass sie wslc als ihren binären Container-Treiber nutzen.

Architekturänderungen und Leistung

Anstatt auf einen privilegierten Host-Dienst zu setzen, der die dauerhafte Eigentümerschaft an den virtuellen Maschinen der Container behält, verlagert WSL Containers die Aufgaben auf einen Unterprozess namens wslcsession.exe. Dieser Prozess wird im Kontext des jeweiligen Benutzers ausgeführt und übernimmt das Erstellen von Containern, das Einhängen von Verzeichnissen sowie das Binden von Netzwerk-Ports. Microsoft führt eine stärkere Sitzungsisolierung und eine geringere Rechtevergabe auf dieses Design zurück.

Jede Sitzung speichert ihre virtuelle Festplatte im lokalen AppData-Pfad des Benutzers. Der Dateitransfer zwischen dem Windows-Host und den Containern basiert auf virtiofs, was laut Microsoft etwa doppelt so schnell ist wie das in Standard-WSL-Distributionen genutzte plan9-Protokoll. Die Netzwerkverwaltung erfolgt über eine Architektur namens Consommé, die Ethernet-Frames der VM in eine virtio-Warteschlange leitet, welche von einem Windows-Prozess auf Benutzerebene verarbeitet wird, um die Kompatibilität mit VPNs und Host-Firewalls zu verbessern.

Unternehmensverwaltung und aktuelle Einschränkungen

Die allgemeine Verfügbarkeit bringt Kontrollmöglichkeiten für die IT-Administration mit sich. Microsoft Intune kann WSL Containers aktivieren oder deaktivieren und den Abruf von Container-Images auf zugelassene Registries beschränken. Zudem wurde Microsoft Defender for Endpoint erweitert, um Prozess-, Datei- und Netzwerkaktivitäten innerhalb von Container-Instanzen zu überwachen. WSL Containers wird auf Windows 10, Windows 11 und Windows Server im Produktionsbetrieb unterstützt.

Mehrere ausgereifte Funktionen von Container-Plattformen befinden sich noch in der Entwicklung. Eine native Unterstützung für die Orchestrierung mehrerer Container über einen wsl compose-Befehl ist für zukünftige Iterationen geplant, und die Ausführung privilegierter Container ist im Hauptkanal derzeit noch nicht veröffentlicht.

KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: Microsoft’s then-CEO called Linux a cancer, and now Windows 11 ships Linux containers with upgraded WSL