04.10.2026 · Signal Titans Editorial
Micro Center führt Anti-Export-Erklärungen für Systeme mit RTX 5090 ein
Der Händler Micro Center verlangt von Käufern von Komplett-PCs mit Nvidias RTX 5090 angeblich Anti-Export-Formulare und einen Lichtbildausweis.

Der US-Händler Micro Center verlangt von Kunden beim Kauf von Komplett-PCs mit Nvidias Grafikkarte RTX 5090 Berichten zufolge Anti-Export-Vereinbarungen sowie eine Identitätsprüfung. Wie PC Gamer unter Berufung auf den Bericht eines Käufers auf Reddit aus einer Filiale in Tustin (Kalifornien) meldet, erklärte der Filialleiter, dass die Maßnahme kürzlich eingeführt wurde, um den Export von High-End-Hardware ins Ausland zu unterbinden.
Identitätsprüfung und schriftliche Erklärung
Im Rahmen der neuen Richtlinie müssen Kunden, die ein Komplettsystem mit einer RTX 5090 erwerben, ihren Führerschein vorzeigen, um den Kauf mit ihrem bürgerlichen Namen zu verknüpfen. Zudem müssen die Käufer ein Dokument unterzeichnen, in dem sie erklären, dass die Hardware ausschließlich für die eigene persönliche oder geschäftliche Nutzung innerhalb der USA bestimmt ist oder dass der tatsächliche Endnutzer korrekt angegeben wurde. Da einzelne RTX-5090-Grafikkarten im regulären Online-Handel weiterhin schwer zu bekommen sind, rücken Komplettsysteme zunehmend in den Fokus von Käufern, die an die Spitzenkomponenten gelangen wollen.
Durch das Erfassen von Identitätsdaten und unterzeichneten Erklärungen schafft der Händler einen Nachweis, der die Seriennummer einer Komponente theoretisch bis zum ursprünglichen Käufer zurückverfolgen könnte, falls die Karte später im Ausland auftaucht. Allerdings birgt die Durchsetzung dieser Vereinbarungen praktische Hürden, insbesondere wenn es darum geht, gezielte Handelsverstöße von Gebrauchtverkäufen, Geschenken oder Diebstahl zu unterscheiden.
Handelsbeschränkungen und Aufwand im Einzelhandel
Die Maßnahmen des Händlers spiegeln die anhaltenden US-Exportbeschränkungen wider, die die Ausfuhr von Hochleistungs-Grafikprozessoren nach China untersagen, um die eigene Wettbewerbsposition im Bereich der KI-Infrastruktur zu sichern. Während das unterzeichnete Formular für eine rechtliche Dokumentation der Transaktionen sorgt, dient die Ausweiskontrolle selbst als direkte Abschreckung gegen Aufkäufe in großem Stil für den Export. Der Fall zeigt verdeutlichend, wie geopolitische Handelsbeschränkungen bei fortschrittlichen Mikrochips zu operativem Hürdenlauf und Verifikationsschritten für inländische Verbraucher beim Kauf von High-End-Gaming-Hardware führen.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.