07.10.2026 · Signal Titans Editorial
JetBrains veröffentlicht Plugin „Warm Agents“ für TeamCity zur Verkürzung von CI-Wartezeiten
JetBrains hat das Plugin „Warm Agents“ für TeamCity 2024.12.3+ veröffentlicht. Es hält vorgehaltene Cloud-Build-Agenten bereit, um Warteschlangen-Latenzen zu eliminieren.

JetBrains hat mit „Warm Agents“ ein neues Plugin für TeamCity herausgebracht, das darauf ausgelegt ist, Verzögerungen in der CI-Warteschlange (Continuous Integration) vollständig zu beseitigen. Indem das Plugin ständig betriebsbereite Cloud-Build-Instanzen im Hintergrund vorhält, verhindert es, dass kurze Test-Pipelines auf die zeitintensive Bereitstellung virtueller Maschinen in der Cloud warten müssen. Dazu verwaltet die Erweiterung automatisch einen vorbereiteten Standby-Pool inaktiver Agenten über sämtliche von TeamCity unterstützten Cloud-Infrastrukturanbieter hinweg.
Automatisierte Bereitstellung für Cloud-Builds
Das Plugin „Warm Agents“ überwacht kontinuierlich die Anzahl inaktiver Cloud-Instanzen für spezifische Cloud-Images, die innerhalb eines Projekts eingerichtet sind. Sobald die Zahl der verfügbaren, inaktiven Agenten unter den vom Benutzer festgelegten Zielwert sinkt, veranlasst TeamCity automatisch die schrittweise Bereitstellung neuer Cloud-Instanzen in kleinen Paketen. Durch diesen Mechanismus können eingehende Build-Aufträge, wie beispielsweise automatisierte Überprüfungen von Pull Requests, unverzüglich ausgeführt werden, anstatt während der Hochfahrphase einer neuen Instanz in der Warteschlange festzustecken.
API-Steuerung und automatisierte Zeitplanung
Entwicklerteams können die Zielwerte für vorgehaltene Agenten flexibel über das Kommandozeilenwerkzeug teamcity-cli, REST-API-Endpunkte oder direkt in den Projekteinstellungen der Web-Oberfläche konfigurieren und anpassen. Da Änderungen der Zielwerte dynamisch im laufenden Betrieb übernommen werden, ohne bestehende Instanzen abrupt zu beenden, lassen sich maßgeschneiderte Skalierungspläne realisieren. Entwickler können beispielsweise zeitgesteuerte Auslöser oder Skripte auf Basis der Kotlin DSL einsetzen, um die Zielzahlen während der regulären Arbeitszeiten zu erhöhen und sie über Nacht auf null zurückzusetzen. Die bestehenden Konfigurationen zum Inaktivitäts-Timeout der jeweiligen Cloud-Images steuern dabei weiterhin das finale Herunterfahren der Instanzen.
Lizenzabwägungen und Metrik-Integration
Für den Einsatz des Plugins werden TeamCity ab Version 2024.12.3, ein aktives Cloud-Profil sowie die entsprechenden Berechtigungen zur Verwaltung von Cloud-Profilen benötigt. JetBrains betont, dass das ständige Bereithalten inaktiver Instanzen einen bewussten Kompromiss darstellt: Höhere Gebühren für die Cloud-Infrastruktur sowie der stetige Verbrauch von Build-Agenten-Lizenzen stehen einer deutlich reduzierten Latenzzeit bei Builds gegenüber. Um Teams bei der Kapazitätsplanung zu unterstützen, stellt das Plugin Auslastungs- und Sättigungsmetriken im Prometheus-Format pro Cloud-Image über API-Endpunkte für Projektmetriken bereit. In Umgebungen mit mehreren Knoten erfordert die Abfrage dieser Metriken eine Anbindung an den Hauptknoten über ein entsprechendes Cookie.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.