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03.10.2026 · Signal Titans Editorial

Feeld meldet 32 Prozent Umsatzplus dank internationaler Expansion

Die Dating-App Feeld steigert ihren Umsatz auf 64 Mio. £, während etablierte Konkurrenten mit rückläufigen Nutzerzahlen zu kämpfen haben.

Eine minimalistische redaktionelle Illustration zeigt ein leuchtendes Neonherz, das mit einem Schlüsselloch-Design auf einem dunkelvioletten Hintergrund verwoben ist.

Die in Großbritannien ansässige Dating-Plattform Feeld verzeichnete laut aktuellen Eingaben bei Companies House einen Anstieg des Jahresumsatzes um 32 Prozent auf 64 Millionen Pfund. Gleichzeitig kletterte der Gewinn vor Steuern von 9,3 Millionen auf 11,4 Millionen Pfund. Das Unternehmen, das sich an nicht-monogame, queere und Kink-interessierte Personen richtet, schüttete eine Rekorddividende von 3,8 Millionen Pfund an seine Aktionäre aus, darunter das Gründerpaar Ana Kirova und Dimo Trifonov.

Internationales Wachstum übertrifft Heimatmarkt

Aus den Finanzunterlagen geht hervor, dass globale Märkte außerhalb Großbritanniens 56 Millionen Pfund zum Gesamtumsatz beitrugen – was fast 90 Prozent der Erlöse entspricht. Mexiko und Spanien entwickelten sich dabei zu den am schnellsten wachsenden Regionen. Zudem verzeichneten große Metropolen wie New York, Toronto und Paris jeweils einen Nutzerzuwachs von über 20 Prozent.

Die Plattform monetarisiert ihr Angebot vor allem durch kostenpflichtige „Majestic“-Mitgliedschaften. Diese bieten erweiterte Suchfilter, unbegrenzte Likes und die Möglichkeit zu sehen, wer das eigene Profil positiv bewertet hat. Ergänzend können Nutzer einzelne „Pings“ erwerben, um Personen bereits vor einem Match zu kontaktieren. Neben der App veranstaltet das Unternehmen auch Offline-Events wie lokale Quizabende oder Präsentations-Formate.

Gegen Trend etablierter Dating-Plattformen

Der Aufwärtstrend der Nischen-App steht im Kontrast zur Entwicklung großer Mitbewerber. Match Group, der Mutterkonzern von Tinder, Hinge und OKCupid, gab zuvor einen Rückgang der Gesamtnutzerzahlen um 5 Prozent bekannt, was auf eine zunehmende Müdigkeit gegenüber klassischen Online-Dating-Formaten hindeutet.

Wenngleich die Expansion von Feeld Diskussionen über ein Verwässern der ursprünglichen Zielgruppe durch konventionellere Nutzer auslöste, sieht die Unternehmensführung die Zahlen als Beleg für einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Beziehungen und partnerschaftlicher Kontaktaufnahme.

Investitionen in Infrastruktur und Sicherheit

Ursprünglich unter dem Namen 3nder gestartet, benannte sich der Dienst nach rechtlichen Schritten seitens Tinder in Feeld um. Um das Wachstum technisch zu begleiten, investierte das Unternehmen im vergangenen Jahr 10,5 Millionen Pfund in den Ausbau und die Modernisierung seiner Infrastruktur.

Diese Investitionen folgen auf Sicherheitslücken, die das IT-Sicherheitsunternehmen Fortbridge im März 2024 identifiziert hatte. Die Schwachstellen hätten theoretisch unbefugten Zugriff auf sensible Daten, Nachrichten und Fotos ermöglicht. Feeld behob die konkreten Probleme bis Mai 2024 und betonte, dass interne Untersuchungen keine Hinweise auf eine tatsächliche Kompromittierung von Kundendaten ergaben.

KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: Kinky dating app Feeld pays founders record £3.8m after sales jump