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05.10.2026 · Signal Titans Editorial

Dekret der US-Regierung zielt auf den Begriff „Künstliche Intelligenz“ zugunsten von „Super-Intelligenz“

Ein Dekret des US-Präsidenten verlangt die Nutzung von „Super-Intelligenz“, was Debatten in der Branche und KI-Forschung auslöst.

Ein von einem Scheinwerfer beleuchtetes Holzpodium mit einem einzelnen leeren Metallschild an der Kante.

Ein kürzlich erlassenes Dekret des US-Präsidenten zielt darauf ab, den Begriff „Künstliche Intelligenz“ aus dem offiziellen Sprachgebrauch der US-Exekutive zu streichen und durch „Super-Intelligenz“ zu ersetzen. Dieser politische Kurswechsel wurde während eines Treffens zwischen Regierungsvertretern und Führungskräften führender Technologieunternehmen vorgestellt, darunter Google, Microsoft, Meta, Anthropic, OpenAI, Amazon und xAI. Regierungsfunktionäre äußerten dabei die Erwartung, dass auch der private Sektor die aktualisierte Nomenklatur der Regierung übernimmt.

Begründung der Richtlinie

Die präsidentschaftliche Anordnung geht auf Einwände gegen das Wort „künstlich“ zurück, das laut Aussagen der US-Administration impliziere, die Intelligenz der Technologie sei „gefälscht“. Bei einer Rede vor den Vereinten Nationen vor dem Treffen im Weißen Haus lag der Schwerpunkt der Begründung darauf, negative Assoziationen des bisherigen Begriffs zu beseitigen und stattdessen eine Bezeichnung zu wählen, die die Leistungsfähigkeit betont.

Reaktionen aus Industrie und Wissenschaft

Trotz der tiefen historischen Wurzeln des Begriffs, der sich bis auf die Dartmouth-Konferenz von 1956 zurückverfolgen lässt, äußerten die anwesenden Unternehmensführer während des Treffens öffentlich keinen Widerspruch gegen die Vorgabe. Führende Tech-Konzerne haben jedoch bisher nicht offiziell bestätigt, kommerzielle Markennamen, Forschungsveröffentlichungen oder interne Begriffe anzupassen. Unabhängig davon erließ der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, eine regionale Anordnung, die den Standardbegriff „Künstliche Intelligenz“ ausdrücklich beibehält.

Informatiker und Forscher wiesen auf technische Diskrepanzen der vorgegebenen Terminologie hin. Der Philosoph Nick Bostrom merkte an, dass „Superintelligenz“ traditionell hypothetische Systeme beschreibt, die die menschliche kognitive Leistung weit übertreffen. Den Begriff verallgemeinernd auf bestehende Werkzeuge wie einfache Navigationssoftware, Rechtschreibprüfungen oder frühe Schach-Engines anzuwenden, verwische wichtige Unterschiede bei der KI-Sicherheit und den technischen Fähigkeiten.

KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: Trump’s Crazy AI Rebrand Was a Loyalty Test for Tech Execs—and It Worked