30.09.2026 · Signal Titans Editorial
DARPA beauftragt Xint mit KI-Analyse von Messaging-Apps des US-Kriegsministeriums
DARPA beauftragt Xint mit der Erforschung autonomer KI-Sicherheitsanalysen für Quellcode, Binärdateien und Software-Lieferketten von Messaging-Apps.

Die Defense Advanced Research Projects Agency hat Xint ausgewählt, um die autonome Anwendungssicherheit von Messaging-Apps zu erforschen, die im gesamten US-Kriegsministerium eingesetzt werden. Untersucht werden intern entwickelte und quelloffene Software ebenso wie kompilierte Binärdateien. Ziel ist es, Schwachstellen in der gesamten Softwareumgebung einer Anwendung zu erkennen.
Vom Quellcode bis zur Binärdatei
Xint ist aus Theori hervorgegangen und war eines von drei Gewinnerunternehmen der Artificial Intelligence Cyber Challenge von DARPA, einem zweijährigen Wettbewerb mit einem Volumen von 29,5 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen will seine Technologie einsetzen, um den Quellcode von Anwendungen zu prüfen und kompilierte Software zurückzuentwickeln, wenn der Quellcode nicht verfügbar ist.
Zu den Arbeiten gehört ein im September 2026 gestarteter Dienst zur Bewertung von Risiken in der Software-Lieferkette. Im Mittelpunkt steht kompilierter Code, der in Agents, On-Premises-Software, Appliances, Netzwerk-Daemons und anderen Diensten ausgeführt wird. Bei einer Android-Messaging-App kann sich die Analyse laut Xint über die Anwendung hinaus auf den Linux-Kernel und weitere relevante Bestandteile des Android-Ökosystems erstrecken.
Automatisierte Bewertung von Schwachstellen
Laut dem Bericht von SecurityWeek verwendet Xints System moderne Large Language Models in einem umfassenderen Analyseprozess. Es untersucht die verfügbare Angriffsfläche, priorisiert Schwachstellen danach, wie leicht ein Angreifer sie erreichen könnte, und kann für Fehler, die Angreifern nützen könnten, Patches erzeugen.
Bei Kommunikationssoftware ist das Sicherheitsrisiko besonders hoch, weil Schwachstellen in SDKs und Bibliotheken von Drittanbietern Standortdaten oder andere persönliche Informationen offenlegen können, ohne dass der Nutzer oder Entwickler den Abfluss bemerkt. Die Quelle berichtet nicht über unabhängige Tests der Ergebnisse oder der Qualität der von Xint erzeugten Patches.
Abhängigkeit von der Cloud bleibt bestehen
Der Auftrag von DARPA unterstützt zugleich Xints umfassenderen kommerziellen Dienst. Nach Angaben des Unternehmens können Kunden intern entwickelte Anwendungen, etwa Web-Apps, vor der Veröffentlichung prüfen lassen und später weitere Scans durchführen, um neu hinzugekommene Schwachstellen zu erkennen. Laut dem Bericht wird Xint bereits von Kunden eingesetzt.
Eine vollständig lokale Bereitstellung für Unternehmen, die Quellcode nicht außerhalb ihrer Rechenzentren verarbeiten lassen können, befindet sich noch in der Entwicklung. Xint zufolge würde ein vollständig On-Premises betriebener Prozess die automatische Nutzung der neuesten Modelle von OpenAI und Anthropic verhindern. Für Organisationen mit zwingender lokaler Verarbeitung bleibt dies eine wesentliche Einschränkung.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.
Quelle: DARPA Selects Xint to Use AI in Securing Military Messaging Apps