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28.09.2026 · Signal Titans Editorial

Crew-14: Die vielen Laufbahnen hinter einer Mission ins All

NASAs Crew-14 vereint Erfahrungen aus dem U-Boot-Dienst, Bioingenieurwesen, internationaler Entwicklung, Geowissenschaften und Raketentechnik.

Eine Astronautensilhouette schwebt vor dem sanft leuchtenden Fenster eines orbitalen Habitats; dahinter ist vor tiefblauem Hintergrund ein gebogener Ausschnitt der Erde zu sehen.

Eine Raumfahrtmission mag wie ein einzelner spektakulärer Start wirken, doch ihre Grundlagen entstehen in vielen unterschiedlichen Berufen. NASAs SpaceX-Mission Crew-14 soll frühestens im Frühjahr 2027 vier Astronautinnen und Astronauten aus drei Raumfahrtagenturen zur Internationalen Raumstation bringen. Nach Angaben der NASA wird die Besatzung eine langfristige wissenschaftliche Expedition unterstützen, Untersuchungen durchführen und Technologien demonstrieren, die künftige Missionen zum Mond und zum Mars unterstützen sollen.

Fotografie: Kayla Barron
Fotografie: Kayla Barron. Foto: Robert Markowitz. Wikimedia Commons · Public domain. Größe angepasst und in WebP umgewandelt; nicht retuschiert.

Ein Labor, geprägt von vielfältiger Erfahrung

Kayla Barron wird als Kommandantin des Raumschiffs eingesetzt, Chris Birch als Pilot. Barrons Weg verbindet Systemtechnik, Kerntechnik und ihren Dienst in der U-Boot-Flotte der US Navy. Während der Crew-3-Mission verbrachte sie bereits 177 Tage im All, absolvierte zwei Weltraumspaziergänge und bediente die Robotik der Raumstation. Vor Crew-14 arbeitete sie außerdem an Technologien und Einsatzkonzepten für NASAs Artemis-Programm.

Birch bringt einen anderen technischen Hintergrund mit. Birch studierte Mathematik, Biochemie und molekulare Biophysik, promovierte im Bioingenieurwesen, lehrte Bioingenieurwesen und wissenschaftliche Kommunikation und unterstützte als Capcom den Missionsbetrieb. Für Birch wird Crew-14 der erste Raumflug sein.

Erfahrung jenseits des üblichen Astronautenprofils

Die beiden Missionsspezialisten erweitern dieses Spektrum noch einmal. Makoto Suwa, der seinen ersten Raumflug absolvieren wird, war nach früherer Arbeit beim Japan Overseas Cooperation Volunteer-Programm und bei der Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen fast ein Jahrzehnt bei der Weltbankgruppe tätig. Er promovierte in Geowissenschaften an der Princeton University und schloss 2024 seine Astronautenausbildung ab.

Arutyun Kiviryan, der ebenfalls für seinen ersten Einsatz an der Raumstation vorgesehen ist, wurde zum Ingenieur mit Schwerpunkt Raketentechnik ausgebildet und absolvierte eine Ausbildung im Umgang mit computergesteuerten Maschinen. 2021 trat er in das Kosmonautenkorps ein und ist seit 2023 Testkosmonaut.

Die größere Lehre

Crew-14 bietet eine hilfreiche Perspektive auf die Raumfahrt: Sie ist eine Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen und kein Wettbewerb um den einen idealen Lebenslauf. Marineeinsätze, Bioingenieurwesen, internationale Entwicklung, Geowissenschaften und Raketentechnik bringen jeweils andere Wege im Umgang mit Komplexität ein. Das ist eine redaktionelle Betrachtung, keine Erfolgsgarantie: Anspruchsvolle Missionen hängen oft davon ab, ergänzende Kompetenzen zusammenzuführen und auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Auf der Raumstation besteht dieses Ziel sowohl in unmittelbarer Forschung als auch in der Vorbereitung längerer Reisen über die niedrige Erdumlaufbahn hinaus.

Titelbild: KI-generierte Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: NASA Shares SpaceX Crew-14 Assignments for Space Station Mission