05.10.2026 · Signal Titans Editorial
Cloudflare stellt Workers KV Instant vor: Basiert auf interner Quicksilver-Engine
Cloudflare startet den privaten Beta-Test von Workers KV Instant und stellt Entwicklern damit den Quicksilver-Speicher für schnellere Lesezugriffe bereit.

Cloudflare hat Workers KV Instant angekündigt, einen neuen Betriebsmodus für sein Key-Value-Speichersystem, der auf der unternehmenseigenen Quicksilver-Speicherarchitektur aufbaut. Der Dienst steht derzeit als private Beta-Version zur Verfügung und ist speziell für selten aktualisierte globale Anwendungskonfigurationen sowie extrem häufige Lesezugriffe konzipiert.
Latenzzeiten von unter zwei Millisekunden und schnelle Replikation
Laut Cloudflare erreicht Workers KV Instant im 99. Perzentil (p99) Lese-Latenzzeiten von unter zwei Millisekunden, was mehr als 100-mal schneller ist als Lesezugriffe im klassischen Workers KV. Die Lesegeschwindigkeiten im 95. Perzentil erreichen Werte im Mikrosekundenbereich. Zudem ist die globale Replikation an den Netzwerk-Kanten beschleunigt: 99 Prozent der Schreib-Updates werden in etwa 250 Millisekunden über mehr als 300 Edge-Standorte verteilt, ohne dass ein explizites Ablaufen von Time-to-Live-Caches (TTL) erforderlich ist.
API-Kompatibilität und spezifische funktionale Unterschiede
Entwickler nutzen KV Instant über die Standard-API-Aufrufe von Workers KV, darunter get(), put(), list() und delete(). Der Modus bringt jedoch bestimmte operative Besonderheiten mit sich: Beim Erstellen von Namespaces muss das mode-Attribut explizit auf instant gesetzt werden. Metadaten-Funktionen entfallen, wodurch getWithMetadata stets null zurückgibt. Zudem liefern list-Operationen alle passenden Schlüssel ohne Seitenaufteilung (Pagination) zurück. Schreiboperationen sind auf maximal eine pro Sekunde pro Namespace beschränkt.
Abweichendes Preismodell für leseintensive Workloads
Die Preisgestaltung von KV Instant ist auf leseintensive Architekturen ausgelegt. Leseoperationen der Klasse B kosten 0,20 US-Dollar pro Million angeforderter Schlüssel, was einer Ersparnis von 60 Prozent gegenüber dem klassischen Workers KV entspricht. Schreib- und Metadatenoperationen (Klasse A) sind mit 0,10 US-Dollar pro Vorgang hingegen teurer, und die Speicherung schlägt mit 100 US-Dollar pro Megabyte und Monat zu Buche. Namespaces sind auf eine Gesamtgröße von maximal 1.000.000 Byte und bis zu 10.000 Key-Value-Paare begrenzt, wobei einzelne Schlüssel höchstens 300 Byte groß sein dürfen.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.
Quelle: Introducing Workers KV Instant — powered by Quicksilver