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05.10.2026 · Signal Titans Editorial

Amazon SageMaker AI zeigt Multi-Turn-RL zum Fine-Tuning von Such-Agenten

AWS veranschaulicht, wie Multi-Turn Reinforcement Learning auf Amazon SageMaker AI kleinere Modelle für Enterprise-Such-Agenten optimiert.

Ein minimalistischer metallischer Kompass mit einer leuchtend blauen Nadel vor einem dunklen Indigohintergrund, der einen schwachen gepunkteten Strahl in den freien Raum projiziert.

Amazon Web Services hat eine Methode zum Training mehrstufiger Such-Agenten für Unternehmen mittels Multi-Turn Reinforcement Learning (MTRL) auf Amazon SageMaker AI vorgestellt. Dieser Ansatz nutzt Belohnungen auf Trajektorienebene, um spezialisierte Open-Weight-Modelle feinzujustieren. Er bietet eine Alternative zu kostenintensiven Frontier-Modellen sowie zum statischen supervised Fine-Tuning.

Lösungen für mehrstufige Entscheidungsprozesse

Klassisches supervised Fine-Tuning setzt Experten-Demonstrationen für jeden Einzelschritt voraus, die in Unternehmensumgebungen schwer zu beschaffen sind. Single-Turn Reinforcement Learning hingegen optimiert isolierte Antworten und übersieht dabei Abhängigkeiten über mehrere Interaktionsrunden hinweg. AWS erläuterte, dass SageMaker AI MTRL vollständige Multi-Turn-Sequenzen auswertet. Dadurch lernen die Modelle, wann sie Suchanfragen stellen, welche Retrieval-Strategie sie wählen und wann sie eine Suche beenden müssen.

Der MTRL-Dienst arbeitet serverlos auf Basis eines Preismodells pro Token. Er nutzt eine asynchrone Rollout-Architektur, um die Generierung von den Gradienten-Updates zu trennen. Unterstützt wird dies durch Algorithmen wie Proximal Policy Optimization (PPO) und Advantage-Schätzer wie GRPO. Trainingsläufe können über mehrere Jobs hinweg fortgesetzt werden, während Trajektorien-Metriken über die MLflow-Integration in SageMaker AI einsehbar sind.

Leistungsfähigkeit bei Benchmark-Datensätzen

AWS demonstrierte den Aufbau durch das Feintuning von Qwen3.6-27B in der Region us-west-2. In der Testkonfiguration standen dem Agenten zwei Werkzeuge zur Verfügung: eine lexikalische BM25-Suche für exakte Schlüsselwort-Übereinstimmungen und eine Vektorsuche für semantische Anfragen. Das System bewertete die Endergebnisse unter Verwendung des Normalized Discounted Cumulative Gain bei Rang 10 (nDCG@10) als Trajektorien-Belohnung. Läufe, die Token-Budgets oder Interaktionslimits überschritten, erhielten einen Strafwert von -1.

Über zurückgehaltene Evaluierungs-Datensätze hinweg verbesserte das feineingestellte Modell die Retrieval-Genauigkeit bei drei von vier Benchmarks. Auf BrowseComp-Plus stieg der nDCG@10-Wert um 23,7 Prozent, während die Fehlerrate des Agenten von 22,89 Prozent auf 0,68 Prozent sank. Der WixQA-Benchmark verzeichnete einen Zuwachs von 18,4 Prozent beim nDCG@10 und Wands zeigte eine Verbesserung um 6 Prozent, obwohl FreshStack einen leichten Rückgang erlitt. Laut AWS reichten die Standard-Hyperparametereinstellungen von MTRL aus, um diese Ergebnisse zu erzielen.

KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.

Quelle: Fine-tune a search agent with multi-turn RL on Amazon SageMaker AI