06.10.2026 · Signal Titans Editorial
Adobe-Studie zeigt deutliche Kluft bei KI am Arbeitsplatz zwischen britischen Führungskräften und Beschäftigten
Eine von TechRadar berichtete Adobe-Studie zeigt: Britische Führungskräfte nutzen KI deutlich häufiger als Beschäftigte ohne Managementaufgaben.

Die Nutzung von KI an britischen Arbeitsplätzen scheint stark von der beruflichen Position abzuhängen. Das legt eine von TechRadar berichtete Untersuchung von Adobe Acrobat nahe. Demnach verwenden 99 Prozent der Führungskräfte aus der obersten Managementebene KI-Tools, aber nur 41 Prozent der Beschäftigten ohne Managementaufgaben. Das deutet darauf hin, dass Zugang und Vertrauen in vielen Unternehmen weiterhin ungleich verteilt sind.
Unterschiedliche Aufgaben, unterschiedliche Nutzung
Die Kluft zeigt sich nicht nur bei der grundsätzlichen Frage, ob Beschäftigte KI verwenden. Bei Mitarbeitenden ohne Managementverantwortung ist das Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten mit 17 Prozent der am häufigsten genannte Anwendungsbereich. Führungskräfte setzen KI dagegen eher für Aufgaben mit größerem Einfluss auf geschäftliche Entscheidungen ein. Dazu gehören Datenanalysen mit 35 Prozent, die Verwaltung von Besprechungen und Aufgaben mit 33 Prozent sowie Marketing mit 25 Prozent.
Führungskräfte berichten von größeren Zeitersparnissen
Auch bei den wahrgenommenen Produktivitätsgewinnen weisen die Adobe-Zahlen auf einen deutlichen Unterschied hin. 37 Prozent der Führungskräfte aus der obersten Managementebene sagen, dass KI ihnen pro Woche drei bis fünf Stunden spart. Unter den Wissensarbeitenden sind es hingegen nur 13 Prozent. Dieser Gegensatz könnte mit Unterschieden bei Schulungen, beim Zugang zu geeigneten Werkzeugen oder bei den Tätigkeiten zusammenhängen, die Beschäftigte an KI delegieren dürfen und für die sie vorbereitet sind. Der vorliegende Bericht legt jedoch nicht fest, welcher Faktor entscheidend ist.
Vertrauen begrenzt den Zugang zu Unternehmensdaten
Ein weiterer großer Trennfaktor ist die Bereitschaft, Dokumente mit KI zu teilen. 74 Prozent der Führungskräfte aus der obersten Managementebene erklären, dazu bereit zu sein, gegenüber lediglich 20 Prozent der übrigen Beschäftigten. Sicherheits- und Datenschutzbedenken werden von 22 Prozent der Befragten als Hindernis genannt. Sorgen um sensible Informationen begrenzen damit weiterhin die breitere Nutzung von KI am Arbeitsplatz.
Adobes vorgeschlagener Ausgangspunkt
Der Bericht empfiehlt, mit administrativen Aufgaben zu beginnen, etwa mit dem Erstellen von Entwürfen und Zusammenfassungen für Besprechungen, E-Mails und die Zusammenarbeit. Adobe betont außerdem, dass Vertrauen im gesamten Unternehmen aufgebaut werden müsse. Dazu gehörten eine klarere Auseinandersetzung mit Sicherheit, Datenschutz und Transparenz. Diese Empfehlungen greifen die in der Untersuchung beschriebenen Hürden bei der Einführung auf. Der vorliegende Text enthält jedoch keine Angaben zur Methodik der Studie, zur Größe der Stichprobe oder zu den konkreten KI-Produkten, die die Befragten verwendet haben.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.