07.10.2026 · Signal Titans Editorial
Anthropic bittet Claude-Nutzer um freiwillige Sprachdaten zum Training von KI-Modellen
Anthropic führt eine optionale Sprachdatenerfassung für Claude-Nutzer ein, wobei Audiodateien getrennt von Texteinstellungen verwaltet werden.

Anthropic hat eine neue Anfrage an Claude-Nutzer gerichtet und bittet um die Erlaubnis, deren Sprach-Chat-Interaktionen zu erfassen und zu analysieren. Das Hauptziel dieser Initiative besteht darin, reale Sprachaufnahmen zu nutzen, um die Fähigkeiten künftiger Modelle der künstlichen Intelligenz zu trainieren, zu verfeinern und zu verbessern. Wenn Nutzer die Sprachfunktionen von Claude verwenden, bietet ihnen eine Aufforderung die Möglichkeit, ihre Audiodaten freiwillig zu teilen. Dieser Ansatz soll der KI helfen, die Dynamik menschlicher Sprache, natürliche Formulierungen und unterschiedliche akustische Umgebungen besser zu verstehen.
Granulare Kontrolle über Audiodaten
Die neu eingeführte Aufforderung bietet klare Auswahlmöglichkeiten und stellt Nutzer explizit vor die Wahl zwischen „Zulassen“ oder „Nicht jetzt“, wenn sie nach der Freigabe von Sprachdaten gefragt werden. Wichtig ist, dass die Option im Datenschutzmenü von Claude standardmäßig deaktiviert bleibt. Dadurch wird sichergestellt, dass Audioaufnahmen niemals automatisch ohne die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer erfasst werden. Dieses Opt-in-Design gewährt Nutzern jederzeit die vollständige Kontrolle über ihre persönlichen Daten.
Darüber hinaus können Personen, die sich zunächst für eine Teilnahme entscheiden, ihre Einstellungen später problemlos anpassen. Anthropic ermöglicht es Nutzern, jederzeit in ihren Kontoeinstellungen den Schalter für das Sprachtraining zu deaktivieren. Neben dem Deaktivieren künftiger Erfassungen haben Nutzer auch die Möglichkeit, bereits übermittelte Sprachaufnahmen zu löschen, was eine kontinuierliche Flexibilität beim Umgang mit den geteilten Daten bietet.
Entkoppelte Einstellungen zur Datenverwaltung
Anthropic hat die Kontrollen für die Audioerfassung so strukturiert, dass sie völlig unabhängig von bestehenden datenschutzbezogenen Einstellungen für Textdaten funktionieren. Diese Trennung bedeutet, dass die Entscheidung zur Freigabe von Sprachdaten nicht automatisch Einfluss darauf hat, wie geschriebene Eingaben oder Sitzungsdaten vom System behandelt werden.
Folglich können Nutzer dem Training von Sprachmodellen zustimmen und gleichzeitig ihre standardmäßigen Textkonversationen sowie spezialisierte Claude-Code-Sitzungen streng vertraulich behandeln – oder die umgekehrte Konfiguration wählen. Durch die Entkopplung dieser Einstellungen bietet die Plattform ein maßgeschneidertes Datenschutzerlebnis, das den unterschiedlichen Präferenzen bei verschiedenen Interaktionsmedien gerecht wird.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.
Quelle: Anthropic asks Claude users to share voice data for AI model training