05.10.2026 · Signal Titans Editorial
Valorant: Debatte um Kernel-Anticheat nach angeblichem Hardware-Ban durch gebrauchte CPU
Ein Spieler gibt an, durch eine gebrauchte CPU einen Hardware-Ban in Valorant geerbt zu haben. Riot-Anticheat-Chef Phillip Koskinas widerspricht Teilen der Geschichte.

Ein Valorant-Spieler hat im Internet eine Diskussion ausgelöst, nachdem er behauptet hatte, dass der Kauf einer gebrauchten CPU die Sperre eines Vorbesitzers übertragen habe. Der Vorfall rückt die anhaltenden Bedenken gegenüber aggressiven Anticheat-Maßnahmen im kompetitiven E-Sport erneut in den Fokus.
Die Behauptung über die geerbte Hardware-Sperre
Laut Berichten, die auf einen Beitrag im Subreddit PCBaumeister zurückgehen, erwarb ein Nutzer namens After-Cartoonist-196 am 21. September einen gebrauchten Prozessor. Der Käufer gab an, dass die CPU eine aktive Valorant-Sperre vom 12. August aufgewiesen habe. Zudem behauptete er, der Support habe mitgeteilt, dass sich die Einschränkung auf weitere PC-Komponenten ausgeweitet habe und nicht aufgehoben werden könne.
Riot-Anticheat-Leiter weist Infektion weiterer Komponenten zurück
Phillip Koskinas, Anticheat-Chef bei Riot, widersprach Kernelementen dieser Darstellung öffentlich in den sozialen Medien. Er erklärte, kein passendes Support-Ticket gefunden zu haben, und stufte den geschilderten Verlauf als unwahrscheinlich ein. Koskinas stellte klar, dass Hardware-Bans bei Riot eine maximale Dauer von vier Monaten haben, und bestritt nachdrücklich, dass eine gesperrte Komponente andere Hardware-Teile infizieren könne, wenn sie in ein neues System eingebaut wird.
Obwohl Koskinas die Behauptung über eine Sperre sekundärer Komponenten dementierte, ließ der zeitliche Ablauf Raum für eine bis Mitte Dezember aktive Reststrafe. Beobachter vermuten, dass Missverständnisse in der Kommunikation mit dem Support zu der Verwirrung über angebliche systemweite Sperren geführt haben könnten.
Auswirkungen von Sicherheitsmaßnahmen auf Kernel-Ebene
Der Vorfall unterstreicht die tiefgreifenden Überwachungs- und Durchsetzungsmechanismen, die Entwickler von kompetitiven Spielen im Kampf gegen Cheater einsetzen. Während Entwickler stark auf tief im System verankerte Kernel-Tools setzen, um die Integrität des Wettbewerbs zu wahren, setzen solche Szenarien Käufer von Gebrauchthardware unerwarteten Zugangsverboten aus.
Verfügbarkeit und Einschränkungen
Valorant ist auf dem PC als Free-to-Play-Titel weit verbreitet und nutzt ein Anticheat-System auf Kernel-Ebene. Vom Publisher verhängte Hardware-Sperren sind nach Unternehmensrichtlinien streng auf maximal vier Monate begrenzt. Dennoch können Interaktionen mit dem Support und der Erwerb gebrauchter Komponenten für Spieler komplexe Probleme bei der Verifizierung nach sich ziehen.
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein Dokumentarfoto.